Mission
in Zukunft?

Vieles ist momentan im Umbruch, und das hat auch Auswirkungen auf die Mission. Wie müssen wir als Organisation und als Gemeinde darauf reagieren? Der Sendungsauftrag besteht nach wie vor . Auch wenn sich die Umstände stetig ändern, sollten wir immer wieder neu überlegen, wie wir uns beteiligen können. Gott baut sein Reich weltweit weiter, sogar mehr denn je. Er wirkt auf wundersame Weise. Gott sei Dank!

Wir arbeiten mit dem Leib Christi zusammen, nicht nur mit einer Denomination. Wir sind nicht allein. Wir sind Teil von einem großen Ganzen. Wir brauchen andere! Wir lernen kontinuierlich von anderen. Gottes Reich wird nicht im Wettbewerb gebaut, sondern mit Zusammenarbeit, Kommunikation und Ausdauer.

 

GEMEINSAM
DRANBLEIBEN.

Der Ruf, Jesus nachzufolgen, ist ein Ruf in Beziehung. Beziehung zu Gott und Beziehung zu Menschen.
Raphael Öttinger, Missionar in Norwegen
Die Zeiten, in denen jeder „seine eigene Suppe kocht“, sind längst vorbei. Die Werke tauschen sich aus, arbeiten zusammen, ergänzen sich.
Andreas Becker, Leiter Basisteam, stellv. Geschäftsführer

GEMEINSAM DRANBLEIBEN
Konkret gelebt.

So sieht das an verschiedenenen Einsatzorten bei unseren Mitarbeitern aus.

Wir
bewegen was!
Ein großes Team aus Deutschen, Rumänen und Moldawiern

Für uns ging es dieses Jahr zum elften Mal mit 22 jungen Erwachsenen und vier vollgeladenen Autos jeweils eine Woche nach Rumänien (Olanesti) und Moldawien (Pohrebeni). Dort haben wir mit den Mitarbeitern vor Ort in sechs verschiedenen Dörfern Kinderprogramme und einen Jugendabend gestaltet.

Es ist schön zu sehen, dass wir die Mitarbeiter in Rumänien und Moldawien ermutigen dürfen und ein Fundament legen, auf dem sie aufbauen können.

Vasile und Birgit Chiciudean-Bubeck, Regionalleiter Rumänien

Ab jetzt
gemeinsam.
Mit Partnerin fällt vieles leichter.
Gemeinsam
Jesus nachfolgen!
Und das Wunder geschieht.

Gemeinsam arbeiten wir zusammen auf den Feldern, ernten Erdbeeren, bepflanzen neue Felder und mitten in all dem gründeten wir vor zwei Jahren eine Gemeinde. Das enge Miteinander-Leben, Arbeiten und Gemeinde- Bauen ist nicht immer einfach. Man fordert sich gegenseitig heraus, eckt auch mal an, doch immer wieder sind wir ermutigt, dranzubleiben: Dranbleiben an den einzelnen
Beziehungen und dranbleiben, um Jesus mit ganzem Herzen nachzufolgen. Und genau dort geschieht das Wunder. Herzen verbinden sich, und Gottes Gegenwart wird spürbar freigesetzt. Jesus wurde einer von uns, sodass wir ihm gemeinsam nachfolgen können.

Raphael Öttinger, Gemeindebau und landwirtschaftliches
Projekt in Norwegen

GEMEINSAM DRANBLEIBEN.
Es braucht Dich und mich!

Der Grundwert „gemeinsam dranbleiben“ zieht sich durch die Geschichte der Kontaktmission wie ein roter Faden. Vor 10 Jahren hatte die Kontaktmission das so formuliert:

 „Partnerschaftlich – wir arbeiten weltweit mit Partnern zusammen, um unsere Vision nachhaltig umzusetzen.
Gemeindeorientiert – wir arbeiten mit der sendenden Gemeinde genauso zusammen wie mit der Gemeinde auf dem Missionsfeld.“

 

Heute, 2022, formulieren wir das so:
Gemeinsam dranbleiben – wir arbeiten mit dem Leib Christi zusammen, nicht nur mit einer Denomination. Wir sind nicht allein. Wir sind Teil von einem großen Ganzen. Wir brauchen andere! Wir lernen kontinuierlich von anderen. Gottes Reich wird nicht im Wettbewerb gebaut, sondern mit Zusammenarbeit, Kommunikation und Ausdauer. “

 

Im Kern geht es darum, dass Menschen Jesus als ihren Retter kennenlernen. Darüber sind sich die Christen einig. Die Christenheit ist dabei so bunt wie das Herbstlaub in diesen Tagen. Es gibt unzählige unterschiedliche Werke, Organisationen und Denominationen. Alleine die AEM (Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Missionen e.V.), zu der die Kontaktmission gehört, zählt mehr als 90 Missionswerke mit über 4.000 Missionaren. Die Zeit, dass jeder „seine eigene Suppe kocht“, ist längst vorbei. Die Werke tauschen sich aus, arbeiten zusammen, ergänzen sich. Auf dem Missionsfeld ist das nicht anders. Das Netzwerk aus Organisationen, Vereinen, NGOs, Gemeinden, Verbänden ist so unübersichtlich, dass man den Überblick verlieren könnte. Aber daraus ergibt sich eine nicht endende Vielzahl an Möglichkeiten zusammenzuarbeiten und gemeinsam am Missionsauftrag dranzubleiben. Am Ende ist es oft offensichtlich Gott selbst, der Verbindungen herstellt, Herzen verbindet, Ideen gibt und Menschen miteinander vernetzt.

 

Wenn ein deutscher Verein, dessen Herz für die Mission schlägt, mit seinen Möglichkeiten an administrative Grenzen kommt, können wir ihn in unser Netzwerk integrieren und Verwaltungsaufgaben übernehmen. Wenn ein Missionar vor Ort eine NGO braucht, um effektiv arbeiten zu können, können wir eine passende NGO suchen oder selbst eine gründen. Wenn ein Missionar selbst einen Verein gründen möchte, um noch effektiver arbeiten zu können, können wir ihn dafür freisetzen. Natürlich machen wir das nicht pauschal und immer. Aber wir prüfen und beten. Und wenn sich eine gute Möglichkeit zum gemeinsamen Dranbleiben bietet, nutzen wir sie; weil es eben darum geht, dass Menschen Jesus als ihren Retter kennenlernen.

 

Beim gemeinsam Dranbleiben ist es wie bei einer Seilschaft, um berufen leben zu ermöglichen, nutzen wir für unsere Mitarbeiter immer wieder bewährte „Seilschaften“ oder bilden neue. Gott selbst weist dabei jedem seinen Platz in der Seilschaft zu. Auf den ersten Blick braucht es natürlich die „aktiven Player“: Missionare, Beter und Spender, die sendende Gemeinde, Missionswerke, Netzwerkpartner. Der sendenden Gemeinde kommt dabei eine besonders wichtige Rolle zu. Sie hat schon zur Zeit der ersten Apostel den Missionsauftrag praktisch umgesetzt. Wie sieht dieses gemeinsam Dranbleiben zwischen der Gemeinde und den Missionaren aus?

 

Ich habe nachgefragt bei Michael Haberstroh aus der EfG Eichstetten, der als Missionsbeauftragter das gemeinsame Dranbleiben besonders auf dem Herzen hat.

Was motiviert Dich als Missionsbeauftragten, aktiv an den Missionaren dranzubleiben?

Wir haben die beste Botschaft der Welt. Aber wir haben einen kleinen Wirkungskreis als Gemeinde. Aber unser Anliegen ist es, an der weltweiten Evangelisation teilzuhaben!

Wie sieht das Gemeinsam Dranbleiben konkret aus?
Es lebt von regelmäßiger Kommunikation. Emails schreiben, anrufen, Päckchen schicken, eben kleine Liebesdienste oder noch schöner: ein Besuch auf dem Missionsfeld. Das ist natürlich ein besonderes Highlight für den Missionar. Der Beitrag des Missionars ist, sich persönlich mitzuteilen, zu sagen, an was er sich freut, worunter er leidet, was ihn bewegt. Das ist für die Gemeinde wichtig. So können wir Freud und Leid miteinander teilen und füreinander einstehen.

 

Auf den zweiten Blick braucht es neben den „aktiven Playern“ genauso diejenigen, die so eine Seilschaft überhaupt ermöglichen. Menschen, die bildhaft gesprochen die Seile herstellen, die Wege markieren und Schuhleder gerben. Es braucht Menschen, die die Wanderkarten erstellen, die Gurken für das Vesper verkaufen und das Korn zum Backen des Gipfelbrots angepflanzt haben. Dabei ist keiner mehr oder weniger wichtig. Damit Jesu Nachfolger „in alle Welt“ gehen können, braucht es viele unterschiedliche Glieder. Je genauer wir hinschauen, umso mehr merken wir, dass es am Ende jeden von uns braucht. Ganz egal, wo wir sind, wie wir unsere Gaben Gott zur Ehre einsetzen und unseren Beruf und unsere Berufung ergreifen.

 

Um gemeinsam Dranzubleiben braucht es am Ende Dich und mich – auch wenn wir uns dessen manchmal gar nicht bewusst sind!

 

Andreas Becker
Leiter Basisteam, stellv. Geschäftsführer

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